Mittwoch, 1. August 2012

Erster August Zehnuhrsechsundfünfzig

Heute gibt es ein kleines Spätstück auf dem Balkon. Dem ersten Tag des Hochsommers angemessen. Der Himmel ist blau und fast ländlich still. Wir haben Ostwind. 


Das Frühstück besteht aus Haferflocken mit gedünsteten Aprikosen und Zucker und Zimt. Dazu trinke ich einen lustigen Tee aus blauen Basilikumblättern und frischem Oreganoblüten. Was so wächst. Ich höre den Flügelschlag der Ringeltauben, die hier in den Hinterhöfen nisten und fühle mich ein bisschen wie in Marrakesch, auf dem Dach eines schönen Altstadthauses, wo ich einmal war. Es hieß Riad Ifoulki. 


Die Aprikosen schmecken zu dieser Zeit überirdisch. Schön süß und ein bisschen nach Rosen. Sie sind aus Frankreich. eigene habe ich in diesem Jahr leider nicht. Die Blüten sind noch im März erfroren. Aber der heutige Tag lässt einen solche Frosttage vergessen. Ich muss mir eine Sonnenbrille holen, wenn das so weitergeht. Bei dem Wetter kommt eine angenehme südliche Trägheit über einen, die aber durchaus inspirierend wirkt. Die Pflichten verlieren ihre Härte. In der Ferne warten ein paar Texte und die Steuer. 


 




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