Montag, 30. Juli 2012

Dreißigster Juli Zehnuhrzehn


Draußen herrscht eine dampfige Hitze. Die Blätter glänzen wie im Urwald. Nach meiner Runde mit den Stöcken stand ich an meinem Lieblingsplatz mit Blick auf den Teich. Nahezu lautlos schwamm eine Entenmutter herbei. Hinter ihr mit zwei winzige Flauschküken. Sie sind so klein und vollkommen, dachte ich bei ihrem Anblick. Nachdem sie festgestellt hatten, dass von mir nichts zu erwarten war, drehten sie ab. Die Enttäuschung war auf beiden Seiten gleich. 

Während ich ein paar Übungen machte, raschelte es rechts im Baum. Ein rotes Eichhorn lugte hervor. Ich folgte seinen behänden Bewegungen mit den Augen zum Himmel. Über mir heulte ein Flugzeug und gleichzeitig musste ich an den Euro denken.

Auch, wenn der Euro zerbricht, werden die Flugzeuge weiter über diesen schönen alten Park fliegen. Die Eichhörner werden weiter durch die Bäume rascheln, die Enten werden flauschige Junge habe – und ich werde weiterschreiben. 



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